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Übergangsmanagement

Unter Übergangsmanagement versteht man die Gesamtheit von Maßnahmen, Instrumenten und Verfahren, die Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf durch das Bildungs- und Ausbildungssystem lotsen. Das Übergangsmanagement stimmt daher interne Prozesse verschiedener Institutionen aufeinander ab, um einen erfolgreichen Schulabschluss zu ermöglichen und den Übergang in die Berufsausbildung zu verbessern.

Ankerpunkt für das Übergangsmanagement ist das Case Management, das in einem kooperativen Prozess den individuellen Förder- und Unterstützungsbedarf der Jugendlichen mit dem vor Ort zugänglichen Angebot an Bildung, Ausbildung, Arbeit und sozialpädagogischer Förderung zusammenbringt. Dabei sollen Vorqualifikationen auf die Ausbildung angerechnet, die Struktur der Benachteiligtenförderung verbessert, die Ausbildungsbeteiligung von Migranten gesteigert und junge Erwachsene ohne Schul- oder Ausbildungsabschluss nachqualifiziert werden.
Aus Sicht der Schule verfolgt Übergangsmanagement vor allem das Ziel, einen qualifizierenden Schulabschluss herbeizuführen und den direkten Übergang in ein Ausbildungsverhältnis zu erleichtern.

Hintergrund
Nur etwa einem Viertel (26%) aller Hauptschüler gelingt es derzeit, nach dem Schulabschluss den direkten Weg in die Berufsausbildung zu beschreiten. Dies weist darauf hin, dass weit mehr Jugendliche einer besonderen Unterstützung durch ein koordiniertes Übergangsmanagement bedürften, als dies tatsächlich der Fall ist. Der fehlende direkte Anschluss Schule – Ausbildung verzögert nicht nur den Eintritt ins Arbeitsleben, sondern der zeitliche Abstand vermindert auch die Chancen, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu finden und die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
Damit verbunden sind nicht nur negative Konsequenzen für die berufliche Karriere, Auch die gesellschaftliche Integration, die ihre wesentliche Basis im Arbeitsleben findet, wird prekär.

Weiterführende Informationen: